Buchvorstellung
Seit den Massakern von Capaci und Via D'Amelio, bei denen die Richter Giovanni Falcone und Paolo Borsellino ums Leben kamen, sind nun mehr als 30 Jahre vergangen. Wie viel hat sich seither geändert? Wurde für Falcone und Borsellino Gerechtigkeit geübt? Und wie viel wurde getan, um ihr Andenken zu ehren?
Die Präsentation findet am 23. Mai zum Gedenken an das Massaker von Capaci statt, bei dem der Anti-Mafia-Magistrat Giovanni Falcone, seine Frau Francesca Morvillo und die Begleitagenten Vito Schifani, Rocco Dicillo und Antonio Montinaro bei einem von der Cosa Nostra organisierten Attentat in der Nähe von Capaci (Sizilien) ihr Leben verloren.
Redner
Augusto Cavadi - Philosoph, Essayist und Autor des Buches
Einführung und Moderation
Giuseppe Spadaro - Richter, Präsident des Jugendgerichts von Trient und Präsident der ANM - Bezirksverwaltung Trentino-Südtirol
Ein außergewöhnlicher Bericht, geschrieben von einem direkten Zeugen der Massaker von 1992.Das Buch zeichnet die Leitgedanken nach, die Falcone und Borsellino als ihr politisches und kulturelles Testament hinterlassen haben, und unterstreicht deren Relevanz 30 Jahre nach dem Tod der Richter.
Der Band zieht auch eine positive wie enttäuschende Bilanz der letzten Jahre in der Geschichte der Anti-Mafia in Italien.Die Mafia als militärisches Subjekt ist in großen Schwierigkeiten; weniger als politisches, wirtschaftliches und kulturelles Subjekt, da die etwa fünftausend Mitglieder der Cosa Nostra aus Bequemlichkeit oder Furcht auf ein breites Feld von Anhängern und Sympathisanten zählen können.
Die gnadenlose Diagnose wird mit einigen therapeutischen Hinweisen verwoben, damit dieser lange Kampf für Gerechtigkeit und Demokratie endlich gewonnen werden kann.
Augusto Cavadi lebt und arbeitet in Palermo, wo er sowohl beruflich (Lehrer für Philosophie, Geschichte und Staatsbürgerkunde an Gymnasien; Publizist für „Repubblica-Palermo“; Philosoph und Berater für Einzelpersonen und Gruppen) als auch kulturell ehrenamtlich tätig ist.
Seine kulturelle ehrenamtliche Tätigkeit übt er hauptsächlich über die von ihm 1992 gegründete Schule für ethische und politische Bildung „G. Falcone“ aus. Falcone', die er 1992 gegründet hat, um Bürgern, die sich gegen die Mafia und für die demokratische Teilhabe engagieren wollen, Möglichkeiten zur intellektuellen und moralischen Reifung zu bieten.