Buchpräsentation
Sprache als Pharmakon, Gift und Medizin zugleich; Worte als Vehikel des Hasses oder Verabreicher von Heilung. Die zeitgenössische öffentliche Diskussion, die in den sozialen Plattformen einen ebenso privilegierten wie unbegrenzten Raum findet, scheint diese inhärente Dichotomie auf die Spitze zu treiben.
Veranstaltung in italienischer Sprache
Durch den Abend begleiten sie
Federico Faloppa - Linguist, Soziologe und Autor des Buches
Giorgio Mezzalira - Historiker
Gabriele di Luca - Autor des Nachworts
Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kulturkreis ANPI Franca "Anita" Turra - Hans Egarter, dem Alpha & Beta Editions Verlag und der Alexander Langer Stiftung, mit Unterstützung der Kulturabteilungen der Provinz und der Gemeinde Bozen im Rahmen des Projekts Bozen Stadt der Erinnerung 2022.
Sprache kann verletzen, Gegensätze schüren, Stereotypen widerspiegeln, Positionen überhöhen, aber sie kann auch eine Ressource für Bewusstheit und Reflexion sein und so heilen, Allianzen schaffen, konstruktive Beziehungen knüpfen. Letztere Funktion scheint jedoch zunehmend durch die Verzerrung des Konzepts der "freien Meinungsäußerung" und durch eine allgemeine Tendenz, Wörter zu Instrumenten der Diskriminierung und Ausgrenzung zu machen, beeinträchtigt zu werden, und zwar häufig auf hinterhältige und verquere Weise.
Der Linguist und Soziologe Federico Faloppa misst sich in diesem kurzen und flotten Essay, der reich an multidisziplinären Bezügen ist, an einem der "heißesten" Themen unserer Gegenwart und untersucht Kommunikationsmuster, soziale Dynamiken und psychologische Mechanismen, die hate speech zu einem allgegenwärtigen, aber schwer fassbaren und polymorphen Medium gemacht haben, das in einigen Fällen institutionalisiert wurde.