Öffentliche Konferenz
Anlässlich des Tages der Erinnerung (10. Februar)
organisieren das Friedenszentrum und die Stadt Bozen eine Konferenz, um die Geschichte der langen Grenze von Istrien durch den 20. Jahrhunderts zu verstehen. Eine Geschichte, in der der Exodus und die Abwanderung der italienischen Bevölkerung aus diese Gebiete, nur einen Aspekt darstellen. Sicherlich ist es ein dramatisch, schmerzhaft und tragische Teil dieser Geschichte. Aber nicht der einzige, in einen scheinbar gequälten Abschnitt des italienischen zwanzigsten Jahrhunderts.
Redner
Enrico Miletto - Dozent und Forscher
Andrea Di Michele - Dozentin und Forscherin
Die Foibe und der Exodus aus Istrien, ein ebenso heikles wie komplexes Thema, sind noch heute wenig bekannt. Die Einordnung der Ereignisse in ihren Kontext ist eine wesentliche Voraussetzung für die Analyse jedes historischen Prozesses. Dies gilt umso mehr, wenn man verstehen will, was an der Ostgrenze Italiens damals geschah. In ein von Spannungen und Konflikten geprägten Gebiet, in dem Irredentismus und Nationalismus, Grenzfaschismus, deutsche Besatzung und jugoslawischer Kommunismus miteinander verwoben sind.
Das Ziel dieses Treffens ist es, die entstandenen Gegensätze zu überwinden, diese Themen wieder in die richtigen historiographischen Bahnen zu lenken und das Feld von fälschliche Interpretationen zu räumen. So werden in der Öffentlichkeit die notwendigen Elemente zum Verständnis der Geschichte des langen 20. Jahrhundert gegeben.