Öffentliche Veranstaltung
Es ist uns eine große Ehre, Antonio Gustavo Gómez aus Argentinien in Bozen willkommen zu heißen.
Antonio Gustavo Gómez ist Rechtsanwalt und ehemaliger argentinischer Generalstaatsanwalt und zählt heute zu den international profiliertesten Stimmen im Kampf gegen Umweltverbrechen.
Seine Arbeit hat maßgeblich dazu beigetragen, mächtige wirtschaftliche Interessen vor Gericht zu bringen und institutionelle Verstrickungen hinter der Umweltzerstörung aufzudecken. Er weist insbesondere auf die mangelnde Umsetzung von Gesetzen und Kontrollen durch die Behörden hin, was zu Straffreiheit bei der rücksichtslosen Ausbeutung natürlicher Ressourcen führt.
Mitwirkende
Antonio Gustavo Gómez – Rechtsanwalt und ehemaliger argentinischer Generalstaatsanwalt, international anerkannte Persönlichkeit im Kampf gegen Umweltverbrechen.
Einführung und Moderation
Fulvio Gardumi – Direktor der Zeitschrift „In Dialogo“, Ausdruck des Netzwerks Rete Radié Resch
Die Übersetzung aus dem Spanischen ins Italienische wird von Sabrina Bussani übernommen
Initiative des Friedenszentrums Bozen, des Netzwerks Radié Resch und des Vereinigung Viracao&Jangada
Seit Jahrzehnten steht Antonio Gustavo Gómez an vorderster Front im Kampf gegen Umweltkriminalität. Er führte bedeutende Ermittlungen zu industrieller Verschmutzung, Meeresverschmutzung, illegalen Abbaumethoden und schweren Umweltschäden in Lateinamerika durch und stellte sich dabei mutig auch der Macht großer multinationaler Konzerne.
Als zentrale Persönlichkeit der globalen Umweltgerechtigkeitsbewegung arbeitete er mit dem Europäischen Parlament und zahlreichen internationalen NGOs zusammengearbeitet.
Sein Beitrag ist eine wertvolle Gelegenheit, über die Zusammenhänge zwischen Umwelt, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten nachzudenken und die Rolle von Institutionen und Gemeinschaften beim Schutz des „gemeinsamen Hauses“ zu hinterfragen.
Auch in Europa nehmen Umweltverbrechen massiv zu – mit der durch das Verwaltungssystem garantierten Straffreiheit.
Beispiele dafür sind die äußerst seltene Verurteilung von Unternehmern, die aus Umweltverschmutzung Profit schlagen, das Fehlen von Ermittlungen zur Geldwäsche aus umweltstrafrechtlichen Delikten sowie die Unterdrückung sozialer Proteste von Opfern und NGOs, die die Umwelt verteidigen.
Antonio Gustavo Gómez – Generalanwalt in Tucumán, Santiago del Estero und Catamarca im Norden Argentiniens, war Gómez Mitbegründer der Juristischen Fakultät der Nationalen Universität von Patagonien. Als Autor mehrerer Artikel für internationale juristische Fachzeitschriften trat der argentinische Richter auch als Referent auf zahlreichen Kongressen in Amerika und Europa auf. Er wurde vom Europäischen Parlament eingeladen, sein Projekt für ein internationales Strafgericht für Umweltverbrechen vorzustellen. In Italien beschäftigte er sich mit dem Müllnotstand in Kampanien und war zudem Referent an der Universität La Sapienza in Rom. Gómez ist Berater zahlreicher NGOs, die sich dem Schutz der Umwelt widmen.
Fulvio Gardumi – Direktor der Zeitschrift „In Dialogo“, Ausdruck des Netzwerks Rete Radié Resch, das sich für internationale Solidarität und die Förderung sozialer Gerechtigkeit einsetzt. Mit seiner publizistischen und kulturellen Tätigkeit trägt er dazu bei, den Dialog zwischen Nord und Süd der Welt lebendig zu halten und die Werte von Frieden, Würde und kollektiver Verantwortung zu fördern.