18:00 Uhr
Rainerum Theater - Dominikanerplatz 15

 

Erzähl es, sie werden uns nicht glauben, erzähl es, wenn du überlebst, auch für uns"

Es ist eine große Ehre, diese Veranstaltung mit der Shoah-Zeitzeugin Edith Bruck und dem Journalisten, Schriftsteller und Fernsehmoderator Gad Lerner organisieren zu dürfen. Sie findet im Rahmen des Projekts "Bozen Stadt der Erinnerung 2022" statt.

 

Es spricht

Edith Bruck - Holocaust-Zeitzeugin und Schriftstellerin

 

Im Dialog mit

Gad Lerner - Journalist

 

Veranstaltung in Zusammenarbeit mit die Stadt Bozen und der Hans-Egarter-Kreis Franca "Anita" Turra

Auch mehr als sechzig Jahre nach ihrem ersten Buch hat Edith Bruck, Schriftstellerin und Dichterin, nicht aufgehört, über die Shoah zu berichten, die sie im Alter von dreizehn Jahren erlebte, als sie 1944 nach Auschwitz deportiert wurde.

Edith Bruck wird per Videokonferenz mit dem Journalisten und Schriftsteller Gad Lerner auf der Bühne in Bozen darüber sprechen, was es bedeutete, in den vergangenen sechzig Jahren über Auschwitz zu berichten, und wie wichtig es ist, dies nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für künftige Generationen zu tun, die ihrerseits die Aufgabe haben werden, ein historisches Grauen zu "überliefern", das sich nicht wiederholen darf.

 

Edith Bruck

Ungarisch-italienische Schriftstellerin; Holocaust-Überlebende, Überlebende der Konzentrationslager Auschwitz, Dachau und Bergen-Belsen. Sie verbrachte den größten Teil ihres Lebens damit, ihre schrecklichen Erfahrungen durch ihre Kunst und ihre Schriften zu erzählen und ihr Erlebtes in Schulen und Universitäten zu bringen, um die Erinnerung wach zu halten. Als sie nach Italien zog, lernte sie die Sprache. Hier arbeitete sie mit einer Reihe von Zeitungen zusammen, unter anderem mit dem „Corriere della Sera", und befasste sich dabei mit Fragen der jüdischen Identität und der Politik Israels. Sie ist Autorin mehrerer Bücher, im Jahr 2021 wurde sie mit dem Titel ‚Cavaliere di Gran Croce dell'Ordine al Merito’ der Republik Italien ausgezeichnet.

 

Gad Lerner

Geboren in Beirut als Sohn jüdischer Eltern, die sich noch vor der Gründung des Staates Israel in Palästina niederließen. Im Alter von drei Jahren kam er nach Italien, blieb aber bis 1984 staatenlos, als er schließlich die italienische Staatsbürgerschaft erhält.

Nach seiner Tätigkeit bei der Tageszeitung "Lotta continua" wurde er 1983 politischer Korrespondent für die Wochenzeitung "L'Espresso". Er war Vize-Direktor und Korrespondent von "La Stampa" und für einige Monate Direktor von TG1 bei der RAI (2000). 2001 wechselte er zum Fernsehsender La 7, wo er die Sendungen "L'infedele" und "Zeta" moderierte. Seit 2020 schreibt er für „Il Fatto Quotidiano“. Er hat mehrere Essays veröffentlicht, zuletzt "Noi ragazzi della libertà. I partigiani raccontano" (2021).