Buchvorstellung
Man hört von Menschenrechten und Frauenrechten, aber selten wird der Blick auf die Menschenrechte der Frauen gerichtet.
Die Autorinnen des Buches setzen hier an und versuchen, die Grundzüge eines Weges zu skizzieren, nämlich den der Frauenrechte innerhalb der Menschenrechte, der in erster Linie eine Geschichte des rechtlichen Denkens ist. Denn wir müssen, wie sie sagen, wachsam bleiben und dürfen nicht denken, dass die Arbeit bereits getan ist. Wir müssen bekräftigen, dass die Grundrechte für alle und jeden ein Erbe darstellen, ohne das eine Rückkehr zu Gewalt, Segregation und Diskriminierung immer möglich ist.
Referenten:
Alessandra Facchi – - Autorin des Buches und Professorin für Rechtsphilosophie und -politik an der Universität Mailand
Orsetta Giolo – Autorin des Buches und Professorin für Rechtsphilosophie und -soziologie an der Universität von Ferrara
Einführung und Moderation
Floriana Gavazzi – Journalistin in der Rai-Redaktion in Bozen
Zu Beginn des Abends findet eine Reflexion des Kollektivs Frauen*marsch - Women*on the March statt.
Ein Informationsstand von Il Melograno - Informationszentrum für Mutterschaft und Geburt wird anwesend sein.
Die Geschichte der Frauenrechte deckt sich nie vollständig mit der Geschichte der Menschenrechte, selbst wenn sie sich mit dieser überschneidet. Dieses Buch schlägt zunächst eine neue und andere Chronologie vor: vom Ausschluss der Frauen von den natürlichen Rechten über die Entstehung der ersten Theorien zur Gleichheit und Freiheit zwischen den Geschlechtern bis hin zum Zugang zu den Rechten, ihrer Neuformulierung im 20. Jahrhundert und der Bekräftigung der Menschenrechte der Frauen in einer zunehmend transnationalen Perspektive.
Ein Essay, der eine Bilanz des langen und komplizierten Weges zieht, den die Frauen im Laufe der Jahrhunderte zurückgelegt haben, um soziale, politische, rechtliche und wirtschaftliche Freiheiten zu erlangen. Die beiden Autorinnen, Rechtsphilosophinnen, skizzieren die Grundlinien. Mit einem weiblichen Blick.
Initiative realisiert in Zusammenarbeit mit dem Institut der Marcelline mit Unterstützung des Bozner Tourismusverbandes
Alessandra Facchi lehrt Rechtsphilosophie und -politik sowie Theorie und Praxis der Menschenrechte an der Fakultät für Politik-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Mailand. Zu ihren Büchern gehören "Breve storia dei diritti umani. Dai diritti dell'uomo ai diritti delle donne" (il Mulino, 2013) und "An Introduction to Fundamental Rights in Europe: History, Theory, Cases" (mit N. Riva und S. Falcetta, Elgar Pub, 2022). Zusammen mit Orsetta Giolo hat sie außerdem "Libera scelta e libera condizione. Un punto di vista femminista su libertà e diritto” (il Mulino, 2020) veröffentlicht.
Orsetta Giolo lehrt Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie an der Fakultät für Rechtswissenschaften der Universität Ferrara. Zu ihren Veröffentlichungen gehören “Intellettuali e diritto nel mondo arabo contemporaneo. Potere, religione, società” (Carocci, 2020) e ”Il diritto neoliberale” (Jovene, 2020). Zusammen mit Alessandra Facchi hat sie außerdem ” Libera scelta e libera condizione. Un punto di vista femminista su libertà e diritto” (il Mulino, 2020) veröffentlicht.