17:00 Uhr
Montessoriplatz, Bozen

 

Buchvorstellung

 

MIT

Silvia Golino – interkulturelle Mediatorin, Autorin des Buchs

Elizabeth Hölzl – Fotografin, Mitautorin

 

Die Vorstellung findet in italienischer Sprache statt.

 

Anlässlich der sechsten Auflage der “Woche der Aufnahme”, die dieses Jahr der “kümmernden Gemeinschaft” gewidmet ist,

Der Fotoband “Via Castel Firmiano Zero” ist aus der Zusammenarbeit des Friedenszentrums mit dem Dienst für interkulturelle Mediation der Bozner Caritas entstanden. Das Buch zeichnet durch Fotos, Erfahrungsberichte, Statistiken und offizielle Unterlagen die Geschichte des „Romalagers“ der Sigmundskronerstraße nach, wo von 1996 bis 2013 mehr als einhundert Flüchtlinge aus Ex-Jugoslawien wohnten.

Die Darstellung beginnt mit dem ersten Lager beim ehemaligen Vives in der Industriezone und endet 2013 mit der endgültigen Schließung des Areals, auf dem das Lager stand. Im Buch werden die Leben der Familien nacherzählt, die in diesen Lagern wohnten: Es war ein schwieriges und ausgegrenztes Leben, jedoch voll der Hoffnung auf eine bessere Zukunft; beherzt stellten sie sich den Herausforderungen des täglichen Lebens mit Würde.

 

Silvia Golino arbeitet seit mehr als 20 Jahren interkulturelle Mediatorin für Sinti und Roma bei der Caritas Bozen im gleichnamigen Dienst. Die Romafamilien kamen während und nach dem ethnisch-nationalistischen Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien nach Bozen.

 

Elizabeth Hölzl ist eine Künstlerin und Fotografin aus Meran. Zwischen 2004 und 2006 besuchte sie regelmäßig das Lager bei Sigmundskron. Die damalige Fotoserie wurde in der Kulturzeitschrift Arunda, “Sinti und Roma: Eine Spurensuche” (2005) veröffentlicht. Einige Bilder sind in diesem Fotoband enthalten.

 

In Zusammenarbeit mit der Bibliothek Firmian, Zweigstelle der Stadtbibliothek Bozen.